Regionalentwicklung
Im Gegenstromprinzip zwischen Regionen und Landesregierung

Innovation Campus Schwedt/Oder (Visualisierung: Pruefer & Wilke)
Indem die Landesregierung Eckpunkte und Leitplanken für die Regionalentwicklung formuliert, gibt sie einen Handlungsrahmen für den regionalen Dialog und die Schlüsselvorhaben vor. Auch die landesweiten Fachstrategien und Förderprogramme der Ressorts setzen Akzente. Gleichzeitig definieren die Regionen eigenständig und im „Bottom up“-Prinzip ihre Ziele und gemeinsamen Schlüsselvorhaben. Dies wird als Gegenstromprinzip zwischen Land und Regionen bezeichnet.

„Es ist für die Stadt Schwedt/Oder selbstverständlich, im Verbund der benachbarten Städte mit einer Stimme zu sprechen, um die Gemeinsamkeiten herauszustellen und so die überregionalen Ziele und Verbindungen voranzubringen.“

„Die großen Aufgaben unserer Zeit meistern Regionen nur, wenn sie ihre Kräfte bündeln und gemeinsam handeln. Vereint gestalten Regionen eine Zukunft, die keine einzelne allein erreichen kann. Stärke, Innovation und Widerstandskraft wachsen nicht im Alleingang – sie entstehen, wenn Kooperation stärker ist als Konkurrenz.“

„Die Regionalentwicklungsstrategie des Landes Brandenburg wird in der Region Oderland-Spree insbesondere über die von der Landesregierung bestätigten Schlüsselvorhaben wirksam. Den Akteuren war es wichtig, mit den Projekten Entwicklungen zu befördern, die möglichst für größere Gebiete unserer Region wirken, und Akteure zu abgestimmtem Handeln zu motivieren.“

„Als Kommunen wissen wir: Kirchturmdenken bringt uns nicht weiter – Wirtschaftsentwicklung endet weder an Stadt- noch an Kreisgrenzen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns im Rahmen der REGIONALE vernetzen, voneinander lernen und uns gemeinsam mit Nachdruck für ein zukunftsfähiges, leistungsfähiges Nahverkehrsangebot einsetzen – denn gute Mobilität ist die Grundlage für jede nachhaltige Entwicklung.“

„Es ist gut und wichtig, dass die REGIONALE als Dialogprozess die lokalen Player einbezieht und im Blick behält.“
Die Regionen
Die Regionen sind nach dem Kabinettbeschluss 2021 über die RES „Stärken verbinden“ in den Dialog eingetreten und haben regionale Schlüsselvorhaben entwickelt.
Havelland-Fläming

Vorhabenskizzen
In der Region Lausitz-Spreewald ist die Strukturentwicklung maßgeblich, die mit dem zukünftigen Ausstieg aus der Kohleverstromung auf den Weg gebracht wurde. Wer dort mitwirkt und wie der gesamte Prozess laufen soll, wurde im Lausitzprogramm 2038 festgelegt. Akteure aus der Lausitz können Projekte vorschlagen. Diese Ideen werden dann in den so genannten Werkstätten gemeinsam von den Kommunen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft und von Experten aus der Wissenschaft weiterentwickelt – siehe: wirtschaftsregion-lausitz.de und lausitz-brandenburg.de.
Begleitung durch die Landesregierung
Die Landesregierung begleitet den Dialogprozess in den Regionen sowie mit der Landesregierung durch Veranstaltungen und Austauschangebote.
Die Sachstände über die Schlüsselvorhaben werden halbjährlich mit der Landesregierung ausgetauscht. Die Fachministerien prüfen Fördermöglichkeiten und geben fachliche Hinweise. In den Jahren 2022 und 2023 erfolgten Kabinettbeschlüsse über die Schlüsselvorhaben.





